Burgen am Mittelrhein: Von Rüdesheim bis Braubach - Von Bingen bis Koblenz

Die Niederburg, auch Brömserburg genannt, ist die bekannteste der 4 Rüdesheimer Burgen. Sie ist neben der Drosselgasse und dem Niederwald-Denkmal ein Wahrzeichen der Stadt Rüdesheim.
Urkundlich wurde die Burg zum erstenmal 1090 erwähnt.Ihre genaue Baugeschichte und zeitliche Entstehung ist nicht bekannt.Sie wurde auf Fundamenten eines römischen Kastells, vermutlich von Karl dem Großen im 10. oder 11. Jahrhundert, erbaut und zählt somit zu den ältesten Burgen der Umgebung.
Im 12. Jahrhundert gelangte die Burg in den Besitz der Erzbischöfe von Mainz. Diese bauten die Burg zu einer Wasserburg um und machten sie zu ihrem Amtssitz und einer Zollstation. Sie gaben ihr den namen Niederburg.
Den Namen Brömserburg erhielt die Burg durch die Brömser. Diese lebten dort bis ins Jahr 1688.
Heute ist in der Brömserburg ein Museum. Dort ist die Weinkultur und die 1000 jährige Geschichte der Brömserburg auf einzigartige Weise ausgestellt.
Öffnungszeiten: 1. März bis 1. November täglich bis 18 Uhr (letzter Einlass: 17:15 Uhr)
Jedes Weihnachtsmarktwochenende geöffnet und für Gruppen nach Voranmeldung ganzjährig geöffnet.

Direkt gegenüber, auf der linken Rheinseite, von Rüdesheim liegt Bingen. Bingen ist weltbekannt für den Mäuseturm, ein Wartturm auf einer Felseninsel im Rhein, den die Mainzer Erzbischöfe im 13. Jahrhundert erichtet haben. Über den Turm erzählt man sich eine grausige Geschichte: Der geizige Mainzer Erzbischof Hatto (891 ­ 913) soll wegen der Verbrennung Hungernder von Mäusen im Turm gefressen worden sein. Der Turm ist nicht zu besichtigen.
Bingen hat aber noch mehr zu bieten. Eingeschlossen auf der einen Seite von Rhein und Nahe und auf der anderen Seite vom Klopp- und Rochusberg entfaltet sich die Stadt Bingen.
Auf dem Rochusberg befindet sich die Rochuskapelle. Sie wurde zu Ehren des heiligen Rochus 1666 erbaut, auf Grund der letzten großen Beulenpest, die 1300 Tote foederte.
Auf dem Kloppberg wurde die Burg Klopp erichtet, in der heute Die Oberbürgermeisterin und die Stadtverwaltung residieren. Und im Burturm ist das Binger Heimatmuseum untergebracht.

Auf einem 90 Meter hohen, steilen Felsen über dem Rhein, gegenüber dem Ort Assmannshausen, liegt die Burg Rheinstein bei Trechtingshausen. Die Burg ist ein bedeutendes Beispiel des romantischen Burgenwiederaufbaus am Rhein und birgt eine mit vielen Schicksalsschlägen gezeichnete Vergangenheit.
Die Burg Rheinstein bietet wieder viele Sehenswürdigkeiten. Machen sie sich auf den Weg und erkunden sie eine der ältesten Burganlagen am Rhein.
Öffnungszeiten: Vom 15. März bis 30. April von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Vom 1. Mai bis 30. September von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr
Vom 1. Oktober bis 15. November von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Die Pfalz im Rhein bei Kaub - früher Pfalzgrafenstein genannt - zählt zu den schönsten und malerichsten Architektur- und Landschaftsbildern Deutschlands und Europas. Die Pfalz gehört neben der Marksburg über Braubach zu den einzigen unzerstörten mittelalterlichen Burgen am Mittelrhein. Die Pfalz wurde nur aus rein wirtschaftlichen Gründen erbaut im Gegensatz zu den anderen Burgen am Mittelrhein. Sie diente nur als Zollstation.
Heute kann man die Pfalz bei normalem Wasserstand besichtigen. Den mittelalterlivchen Flair können die Besucher auch heute noch erleben, da es weder Strom, noch ein WC auf der Insel gibt. Mit einem kleinen Fähboot kann man von Kaub zur "Pfalz bei Rhein" gelangen.
Öffnungszeiten: 1. April bis 30. september von 9 - 13 Uhr und 14 - 18 Uhr, 1. Oktober bis 31. März von 9-13 Uhr und 14 - 17 Uhr. Im Dezember ist die Burg geschlossen.
Letzte Überfahr der Fähre ist jeweils eine Stunde vor Schließung.

Oberwesel - Stadt der Türme und des Weines.
"Von den zahlreichen altersgrauen Städtchen, die sich im Tal des Mittelrheines auf schmalem Ufersaum aneinander reihen, zeigt kein anderes ein so eindruckvolles, noch ganz vom Mittelalter beherrschtes Stadtbild wie Oberwesel..."
Von ursprünglich 21 Wehrtürmen entlang der Stadtmauer sind heute noch 16 Türme erhalten. Der Bauverein Historische Stadt Oberwesel ermöglichte es einen weiteren Teil der rund 3 km langen Stadtmauer begehbar zu machen. Vom Hotel "Goldner Pfropfenzieher" vorbei an der Wernerkapelle bis zur Gartengasse können Besucher auf der Mauerkrone den Ausblick auf den Rhein genießen. Schwindelfreie dürfen auch einen der Wehrtürme besteigen.
Für Künstler und kreative Menschen war und ist bis heute diese Kulturlandschaft um Oberwesel eine besondere Herausforderung. Auf dem für Kunstfreunde 1996 eröffneten Skulpturenpark kann sich jeder auf einen spannenden Dialog zwischen moderner Kunst und alter Kulturlandschaft einlassen.
Hoch über der Stadt liegt die Schönburg, eine der ältesten Hochburgen im Rheintal. Ihre Geschichte lässt sich bis ins 12. Jh. zurückverfolgen.
Oberwesel ist die Nachbarstadt von Bacharach und kann bequem mit der Bahn oder dem Auto erreicht werden. Auch führt ein ausgebauter Fahrradweg an B9 und Rhein entlang. Eine kleine Wanderung durch die Weinberge bringt sie auch nach Oberwesel.

"Ich weiß nicht was soll es bedeuten..." - so beginnt das bekannte Lied von Heinrich Heine über die Loreley.
Es gibt mehrer Sagen über die Loreley. Diese ist allerdings die bekannteste:
"Die Loreley ist ein wunderschönes Mädchen mit langen, blonden, gelockten Haaren. Jeden Abend sitzt sie auf einem Felsen am Rhein und kämmt ihr Haar. Sie singt dabei eine bezaubernde Melodie. Dieser Anblick war so bezaubernd, dass einige Schiffer ihre ganze Aufmerksamkeit dem Mädchen schenkten und die gefährlichen Riffe, Felsen und Untiefen des Rhein nicht wahrnahmen. So kamen viel der Schiffer ums Leben."
Heute ist der Loreleyfelsen wohl der bekannteste Felsen am Mittelrhein. Machen sie sich auf den Weg und entdecken sie andere Sagen und Geschichten über die geheimnisvolle Loreley.

Genüber vom Loreleyfelsen, nur wenige hundert Meter stromab am linken Rheinufer, liegt St. Goar. Dem heiligen Goar verdankt die Stadt ihren Namen. Er erbaute im 6. Jahrhundert eine kleine Klause an der Lohrbachmündung und brachte das Evangelium an den Mittelrhein.
Überragt wird St. Goar von der Festung Rheinfels. Hier kann man noch unterirdische Gänge erforschen. Die Burg beherbrgt zudem noch eine Gaststätte, ein Hotel und das Heimatmuseum.
Öffnungszeiten: April bis Oktober 9.00 bis 18.00 Uhr.
In den Wintermonaten bei trockenem Wetter nur an den Wochenenden.
In St. Goar gibt es auch ein Freibad und das Deutsche Puppen- und Bärenmuseum.

Die Marksburg zählt zu den Wahrzeichen der Stadt Braubach und wurde als einzige der mittelalterlichen Höhenburgen am Mittelrhein nie zerstört. Die Marksburg liegt beherrschend auf einem Schieferfelsen über dem Ort Braubach und ist dank ihrer baulichen Erhaltung eine der meistbesuchten Burgen am Rhein.
Die Marksburg wird von Touristen aus aller Welt besucht. Zu den bekanntesten Besuchern gehört unter anderem der damalige US-Präsident Richard Nixon bei einem Staatsbesuch. In Japan steht in einem Vergnügungspark sogar eine originalgetreue Nachbildung.
Die heute sichtbare Ausstattung der Burg wurde nach 1900 zusammengetragen und rekonstruiert. Die Rüstkammer der Marksburg bei Braubach zeigt Rüstungen und Waffen, teilweise durch Kopie oder Rekonstruktion ersetzt, vom Altertum (600 v. Chr.) bis ins späte Mittelalter (1500 n. Chr.) an ca. 12 beispielhaften Stücken

Am Zusammenfluß von Rhein und Mosel liegt die Stadt Koblenz (lat. cobfluentes). Koblenz ist bekannt für das Deutsche Eck, das sich am Zusammenfluß von Rhein und Mosel befindet. Mitten auf dem Platz trohnt ein Reiterstandbild von Wilhelm dem ersten.
Eine andere bekannte Sehenswürdigkeit ist die Festung Ehrenbreitstein. Sie trohnt auf eiem 118 Meter hohen Felsen gegenüber dem Deutschen Eck.
Zu erreichen ist die Festungshöhe entweder mit der Sesselbahn (vom Stadtteil Ehrenbreitstein in 4 Minuten) oder zu Fuß über den Kolonnenweg, der steil ansteigend um den ganzen Felsen führt. Mit dem Auto kann man direkt über den Fahrtweg zur Festung Ehrenbreitstein gelangen.
Öffnungszeiten: Mitte März bis Mitte November täglich von 9 bis 12.30 Uhr und 13 bis 17 Uhr.